Dass das Spielen mit LefreQue-Klangbrücken immer besser ist als ohne - und dies gilt für alle Blasinstrumente -, hat Gründe, die rein physikalischer Natur sind. Hans Kuijt, der die LefreQue-Klangbrücken erfunden und sowohl Elektronik als auch Saxophon und Querflöte studiert hat, erklärt das hinter den Klangbrücken stehende Prinzip so:

Der Ton wandert immer auch durchs Instrument

Dreh- und Angelpunkt des LefreQue-Prinzips ist die Tatsache, dass sich Klangschwingungen nicht nur durch die Luft im Inneren des Blasinstruments ausbreiten, sondern sich auch auf den Instrumentenkorpus übertragen. Oder anders ausgedrückt: der Ton "wandert" nicht nur durch die Luft, sondern auch durchs Material des Instruments. Die bauliche Idealvoraussetzung für einen optimalen Ton/Klang wäre bei Blasinstrumenten deshalb eigentlich diejenige, das Instrument bestünde aus einem einzigen, durchgehenden Stück. Dies ist jedoch aus praktischen Gründen (abnehmbares Mundstück, Möglichkeiten zum Einstellen der Stimmung u. a.) nicht realisierbar, sodass Blasinstrumente, wie wir sie heute verwenden, aus unterschiedlichen Segmenten bestehen. Hans Kuijts Idee der Klangbrücken fußt genau auf der Tatsache, dass die Verbindungen zwischen diesen unterschiedlichen Segmenten die Klangqualität des Instruments insgesamt beeinflussen.

Tonverzerrungen durch Segment-Schnittstellen

An signifikanten "Störstellen" wie zum Beispiel der Klemm-/Schnittstelle zwischen Mundstück und Mundrohr/Hals eines Blasinstruments treten Reflexionen des erzeugten Tons auf. Diese Reflexionen (= das Zurückwerfen von Wellen/Schwingungen) verursachen Tonverzerrungen sowie einen unregelmäßigen Gegendruck beim Spielen.

Ein Saxophon ohne Klangbrücke. Ein roter Pfeil zeigt auf die Klemmstelle zwischen Mundstück und Instrument.

Die Klemmschnittstelle zwischen dem Mundstück und dem Hals des Saxophons. Jede Veränderung des Tons führt zu einer entsprechenden Veränderung der Verzerrung, was dazu führt, dass die Tonqualität im gesamten Register ungleichmäßig und weniger stimmungsrein wird.

Grafisch dargestellte Wellenbewegung, die zeigt, wie an der Klemmschnittstelle Störungen der Wellenbewegungen resultieren.

Akustische Brücke

LefreQue wird dort angebracht, wo die Reflexionen in erster Linie entstehen, und überbrückt die Störstelle. Die Schwingungen können ungehindert von einem Segment (Mundstück) auf das andere Segment (Mundstückaufnahme) übergehen, Verzerrungen werden vermieden und die Tonqualität wird - u. a. hinsichtlich Stimmungsreinheit und Gleichmäßigkeit - verbessert.

Ein Saxophon mit Klangbrücke. Ein roter Pfeil zeigt auf die Klemmschnittstelle, ein grüner Pfeil zeigt auf die Klangbrücke.

Die Klemmschnittstelle wird nun durch eine LefreQue-Klangbrücke überbrückt, wodurch Reflexionen eliminiert und ein verzerrungsfreier Ton erzielt wird. Dies sorgt auch für einen gleichmäßigeren Gegendruck über das gesamte Spielregister hinweg und verbessert Stimmungsreinheit und die Gleichmäßigkeit der Tonqualität insgesamt.

Grafisch dargestellte Wellenbewegung, die zeigt, wie sich an der Klemmschnittstelle durch die Überbrückung durch LefreQue die Wellen ohne Störung weiterbewegen können.
Eine Trompete, eine Querflöte und eine Klarinette, die jeweils mit einer Klangbrücke versehen sind.

Der Ratgeber LefreQue-Klangbrücken wurde zuletzt aktualisiert am: 26.03.2025, Autor: Jutta Kühl

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  1. 1. Einleitung
  2. 2. Klangbrücke testen
  3. 3. Funktionsweise