Saxophon Aufbau: Teile und Bestandteile einfach erklärt
Der Saxophon Aufbau umfasst mehrere wichtige Bauteile. Dazu gehören unter anderem Mundstück, Blatt, S-Bogen, Korpus, Klappenmechanik und Schallbecher. Gemeinsam beeinflussen sie Ansprache, Tonhöhe, Klang und Spielbarkeit des Instruments. Für Transport, Pflege und Montage lässt sich das Saxophon in der Regel in drei Hauptteile zerlegen: Mundstück, S-Bogen und Korpus. Bei einigen Saxophonen ist zusätzlich auch der Schallbecher abnehmbar.
Die folgende Übersicht richtet sich an Saxophonspieler aller Leistungsstufen sowie an alle, die den Aufbau des Instruments genauer kennenlernen möchten. Ein grundlegendes Verständnis des Saxophon-Aufbaus erleichtert das Spielen, die Pflege und den sicheren Umgang mit dem Instrument.
Die wichtigsten Saxophon-Bauteile erklärt
(1) Mundstück
Das Mundstück ist eines der wichtigsten Bauteile des Saxophons. Gemeinsam mit dem Blatt und der Blattschraube bildet es die Tonerzeugungseinheit des Instruments. Beim Anblasen versetzt der Luftstrom das Blatt in Schwingung. Diese Schwingungen werden über das Mundstück und den S-Bogen in den Korpus des Saxophons weitergeleitet.
Wie leicht ein Saxophon anspricht und welchen Klangcharakter es entwickelt, hängt unter anderem vom Material, von der Bahnöffnung und von der Kammer des Mundstücks ab. Auch die verwendete Blattstärke, der Ansatz und die Spielweise haben einen großen Einfluss.
Mundstück-Materialien
Saxophonmundstücke werden überwiegend aus Kunststoff, Kautschuk oder Metall gefertigt. Welches Material bevorzugt wird, hängt vor allem vom persönlichen Spielgefühl und vom gewünschten Klang ab.
Metallmundstücken wird häufig ein obertonreicher, heller und durchsetzungsfähiger Klang zugeschrieben. Kunststoff- und Kautschukmundstücke werden dagegen oft mit einem etwas weicheren und wärmeren Klang verbunden. Das Material allein bestimmt den Klang jedoch nicht. Mindestens ebenso wichtig sind die Bauform, die Bahnöffnung, die Kammer und die Innenkontur des Mundstücks.
Alle drei Materialien sind robust und langlebig. Metall erlaubt jedoch besonders dünnwandige und schmale Konstruktionen. Daher werden Metallmundstücke häufig von Saxophonisten bevorzugt, die ein kompakteres Mundstückgefühl mögen.
Bahnöffnung am Mundstück
Auf der Unterseite des Mundstücks wird das Rohrblatt mithilfe einer Blattschraube an der Bahn des Schnabelmundstücks befestigt. Zwischen der Spitze des Mundstücks und dem Blatt bleibt ein kleiner Abstand, der als Bahnöffnung bezeichnet wird.
Je stärker die Mundstückbahn zur Spitze hin ansteigt, desto größer ist diese Öffnung. Der Verlauf der Bahn bestimmt mit, wie frei das Blatt schwingen kann, wie leicht der Ton anspricht und wie gut er sich kontrollieren lässt.
Geschlossene und offene Bahnöffnungen
Einsteiger kommen häufig mit einer kleineren, eher geschlossenen Bahnöffnung besser zurecht. Das Blatt kann weniger weit ausschwingen und lässt sich dadurch meist leichter kontrollieren.
Eine größere, offene Bahnöffnung ermöglicht mehr klangliche Flexibilität und eine variablere Dynamik, stellt jedoch höhere Anforderungen an Ansatz, Atemführung und Kontrolle. Häufig werden geschlossene Mundstücke mit stärkeren und offene Mundstücke mit leichteren Blättern kombiniert. Welche Kombination am besten funktioniert, hängt jedoch auch vom Bahnverlauf, vom Mundstückmodell, von der individuellen Spielweise und von der Erfahrung ab. Die Wahl sollte deshalb zum eigenen Spielniveau passen. Saxophonblätter werden häufig in Stärken von 1 bis 5 angeboten.
Kammer des Mundstücks
Auch der Innenraum des Mundstücks, die sogenannte Kammer, beeinflusst den Klang und prägt die Klangfarbe. Größere Kammern begünstigen häufig einen wärmeren, grundtonreicheren Klang, während kleinere Kammern eher einen helleren, obertonreicheren und direkteren Klang unterstützen können.
Neben der Größe spielen auch Form und Oberflächenbeschaffenheit der Kammer eine wichtige Rolle. Da alle Merkmale eines Mundstücks zusammenwirken, lässt sich der Klang nicht anhand eines einzelnen Konstruktionsdetails beurteilen. Moderne Mundstückdesigns können zudem eine veränderte Ansprache ermöglichen und unterschiedliche Klangvorstellungen unterstützen, sodass sich ein Saxophon je nach Bauform und Spielweise anders spielen lässt.
Tipp: Saxophon-Zubehör für Einsteiger
Zum grundlegenden Zubehör für Einsteiger gehören Mundstück, Blätter und Gurt.
(2) Blatt und Blattschraube
Das Blatt wird auf der Unterseite des Mundstücks befestigt und ist entscheidend für die Tonerzeugung. Beim Anblasen beginnt es zu schwingen und versetzt die Luftsäule im Saxophon in Bewegung. Dadurch entsteht der Ton. Saxophonblätter bestehen meist aus Schilfrohr, sind aber auch aus Kunststoff oder anderen synthetischen Materialien erhältlich.
Blätter werden in unterschiedlichen Stärken angeboten. Leichtere Blätter sprechen meist einfacher an und eignen sich daher häufig gut für Einsteiger. Stärkere Blätter können mehr Widerstand bieten und ermöglichen erfahrenen Spielern eine präzise Kontrolle und einen tragfähigen Klang. Welche Blattstärke am besten passt, hängt unter anderem vom Mundstück, von der Bahnöffnung, vom Ansatz und von der persönlichen Spielweise ab.
Die Blattschraube, auch Ligatur genannt, fixiert das Rohrblatt sicher auf dem Mundstück. Sie muss so sitzen, dass das Blatt nicht verrutscht, aber dennoch frei schwingen kann. Eine zu locker oder ungleichmäßig befestigte Blattschraube kann die Ansprache beeinträchtigen. Auch Material und Bauform der Ligatur können das Spielgefühl beeinflussen; für Ansprache und Qualität ist jedoch vor allem die sichere und gleichmäßige Befestigung des Blattes wichtig.
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Tipp: dein erstes Saxophon
Bei der Wahl des ersten Instruments beginnen Anfänger meist mit einem Altsaxophon, dem gebräuchlichsten Lerninstrument. Andere Modelle können je nach Erfahrung später interessant werden. Ein modernes Altsaxophon setzt sich aus mehreren hundert präzise gefertigten Einzelteilen zusammen.
(3) S-Bogen und Kork
Der S-Bogen verbindet das Mundstück mit dem Korpus des Saxophons und leitet die Schwingungen des Rohrblatts, eines dünnen Blatts aus Schilfrohr oder Kunststoff, in das Instrument weiter. Je nach Bauart kann er aus unterschiedlichen Materialien wie Messing, Goldmessing oder Silber gefertigt sein. Goldmessing besitzt einen höheren Kupferanteil als herkömmliches Messing und wird häufig mit einem weichen, runden Klangcharakter in Verbindung gebracht. Wie stark sich das Material tatsächlich auf den Klang auswirkt, hängt jedoch auch von Form, Wandstärke und Verarbeitung des S-Bogens ab.
Am oberen Ende des S-Bogens befindet sich der Kork, auf den das Mundstück aufgeschoben wird. Er sorgt für einen festen und zugleich luftdichten Sitz. Damit sich das Mundstück leicht aufstecken und wieder abziehen lässt, sollte der Kork regelmäßig mit etwas Korkfett gepflegt werden. Ist er beschädigt, ausgetrocknet oder undicht, kann dies die Ansprache und Stimmung des Saxophons beeinträchtigen.
Durch die Position des Mundstücks auf dem Kork lässt sich die Stimmung des Saxophons fein justieren. Wird das Mundstück weiter auf den S-Bogen geschoben, verkürzt sich die schwingende Luftsäule und die Stimmung wird höher. Wird es etwas herausgezogen, verlängert sich die Luftsäule und die Stimmung wird tiefer. Die optimale Position hängt von Instrument, Mundstück, Blatt und der Spielweise ab und sollte am besten mit einem Stimmgerät überprüft werden.
Korpus und Tonlöcher
Der Korpus bildet den Hauptteil des Saxophons und verbindet den S-Bogen mit dem Schallbecher. Er ist das konische Hauptrohr des Saxophons. Trotz seines Metallkorpus gilt es als Holzblasinstrument. In seinem konisch gebauten Inneren schwingt die Luftsäule, deren Länge durch das Öffnen und Schließen der Tonlöcher verändert wird. Auf diese Weise entstehen die unterschiedlichen Tonhöhen.
Die Tonlöcher sind über den gesamten Korpus verteilt und werden mithilfe der Klappen abgedeckt. Werden einzelne Tonlöcher geöffnet, verkürzt sich die wirksame Länge der Luftsäule und der Ton wird höher. Werden sie geschlossen, verlängert sich die Luftsäule und der Ton wird tiefer. Da viele Tonlöcher außerhalb der direkten Reichweite der Finger liegen, werden sie über die Klappenmechanik gesteuert.
Die Ränder der Tonlöcher müssen gleichmäßig geformt und sauber verarbeitet sein, damit die unter den Klappen sitzenden Polster die Tonlöcher luftdicht abschließen können. Schon kleine Unebenheiten, Verformungen oder Verschmutzungen können die Ansprache beeinträchtigen und bei Undichtigkeiten Intonationsprobleme verursachen. Auch die Form, Wandstärke und Verarbeitung des Korpus beeinflussen das Schwingungsverhalten des Instruments und damit Ansprache, Intonation und Klangcharakter.
(4) Oktavklappe und Oktavmechanik
Die Oktavklappe erleichtert den Wechsel vom tiefen in das höhere Register des Saxophons. Wird sie mit dem linken Daumen betätigt, öffnet die Oktavmechanik eine kleine Öffnung am S-Bogen oder am Korpus. Dadurch verändert sich das Schwingungsverhalten der Luftsäule, sodass der gegriffene Ton eine Oktave höher erklingen kann.
Je nach gespieltem Ton steuert die Mechanik automatisch eine von zwei Oktavöffnungen an. Das geschieht über ein Zusammenspiel aus Hebeln, Achsen und Federn. Der Saxophonist muss daher nur den Oktavdrücker bedienen, während die Mechanik selbstständig die passende Öffnung auswählt.
Damit die Töne im oberen Register sauber ansprechen, muss die Oktavmechanik leichtgängig und exakt eingestellt sein. Eine verbogene Klappe, eine schwache Feder oder ein undichtes Polster können zu schlechter Ansprache, unsauberen Tonwechseln oder quietschenden Tönen führen. In diesem Fall sollte das Saxophon von einer Fachwerkstatt überprüft werden.
(5) Klappen, Polster und Mechanik
Ein Saxophon besitzt je nach Bauart und Größe zahlreiche Tonlöcher, die mithilfe von Klappen geöffnet und geschlossen werden. Da nicht alle Tonlöcher direkt mit den Fingern erreicht werden können, verbindet eine komplexe Mechanik mehrere Klappen miteinander. Die Klappenmechanik steuert das Öffnen und Schließen der Tonlöcher. Über Hebel, Achsen, Federn und Mitnehmer lassen sich dadurch mit einem einzigen Griff mehrere Klappen gleichzeitig bewegen.
Die Klappen bestehen aus Metall und verfügen auf ihrer Unterseite über eingelassene Polster. Diese bestehen meist aus Filz mit einem Bezug aus Leder oder einem anderen geeigneten Material. Beim Schließen der Klappe legt sich das Polster auf den Rand des Tonlochs und dichtet es möglichst luftdicht ab. Größere Klappen können zusätzlich mit Resonatoren aus Metall oder Kunststoff ausgestattet sein. Sie beeinflussen unter anderem die Stabilität des Polsters und können sich auf Ansprache und Klang auswirken.
Damit das Saxophon sauber und zuverlässig anspricht, müssen alle Klappen vollständig schließen. Undichte oder beschädigte Polster können dazu führen, dass Töne schwer ansprechen, instabil klingen oder gar nicht sauber erzeugt werden können. Schon kleine Undichtigkeiten an den Polstern oder ihrem Bezug beeinträchtigen die Ansprache deutlich. Auch verbogene Klappen, falsch eingestellte Anschläge oder eine fehlerhafte Mechanik können die Ursache sein. Bei entsprechenden Problemen sollte das Instrument von einer Werkstatt überprüft werden.
Achsen und Achshülsen
Die Klappenmechanik bewegt sich über längere und kürzere Achsen, die in Achshülsen geführt werden. Sie sorgen dafür, dass sich Klappen und Hebel präzise und möglichst leichtgängig bewegen. Mit der Zeit können sich Schmutz, Staub oder alte Ölreste ansammeln, wodurch die Mechanik schwergängig oder geräuschvoll werden kann.
Achsen und Achshülsen sollten deshalb in regelmäßigen Abständen fachgerecht gereinigt und geölt werden. Auch verbogene Achsen oder ausgeschlagene Lagerstellen können die Funktion beeinträchtigen. Solche Arbeiten sollten in der Regel von einer Fachwerkstatt durchgeführt werden, da bereits kleine Veränderungen die Einstellung mehrerer Klappen beeinflussen können.
(6) Perlmuttauflagen und Klappentaster
Die Klappentaster sind die Flächen, über die der Saxophonist die Mechanik mit den Fingern bedient. Viele dieser Taster sind mit glatten Auflagen aus Perlmutt oder einem perlmuttähnlichen Kunststoff versehen. Sie sorgen für eine angenehme Haptik und helfen den Fingern, auch bei längeren Spielzeiten sicher auf den Klappen zu liegen.
Die Auflagen sind meist leicht vertieft oder abgerundet und unterstützen dadurch eine natürliche Fingerposition. Für den Klang des Saxophons sind sie nicht direkt verantwortlich, sie können jedoch den Spielkomfort und die Kontrolle über die Mechanik beeinflussen.
Je nach Modell kommen echtes Perlmutt, Kunststoff oder andere dekorative Materialien zum Einsatz. Bei Beschädigungen, lockeren Auflagen oder schlecht erreichbaren Tastern sollte die Mechanik von einer Fachwerkstatt überprüft und gegebenenfalls angepasst werden.
(7) Schallbecher und Klappenschutz
Der Schallbecher bildet das untere, trichterförmig erweiterte Ende des Saxophons. Er ist meist fest mit dem Korpus verbunden und trägt dazu bei, dass insbesondere die tiefen Töne frei abstrahlen können. Bei manchen Saxophonen lässt sich das Schallstück vom übrigen Korpus trennen. Diese Bauweise kann Wartungs- und Reparaturarbeiten erleichtern, da bestimmte Bereiche des Instruments besser zugänglich sind.
Form, Größe, Material und Verarbeitung des Schallbechers können das Resonanzverhalten des Instruments beeinflussen. Wie stark sich einzelne Konstruktionsmerkmale auf den Klang auswirken, lässt sich jedoch nicht unabhängig vom übrigen Saxophon beurteilen.
Am Schallbecher befinden sich je nach Saxophonmodell mehrere Klappen für die tiefen Töne. Da diese außen liegen und vergleichsweise weit vom Korpus abstehen, werden sie durch einen Klappenschutz vor Stößen und Beschädigungen geschützt. Der Klappenschutz besteht meist aus stabilen Metallstreben oder einem geformten Schutzbügel.
Trotz dieser Schutzvorrichtung sollte das Saxophon sorgfältig behandelt werden. Bereits kleine Verformungen am Klappenschutz oder an den darunterliegenden Klappen können dazu führen, dass die Polster nicht mehr vollständig schließen. Nach einem Stoß oder Sturz sollte die Mechanik daher von einer Fachwerkstatt überprüft werden.
Daumenhalter und Tragegurtöse
Der Daumenhalter befindet sich auf der Rückseite des Saxophons und dient als Auflage für den rechten Daumen. Er unterstützt eine stabile Handhaltung und hilft dabei, das Instrument während des Spielens zu führen. Das Gewicht des Saxophons sollte jedoch nicht hauptsächlich auf dem Daumen liegen, sondern überwiegend vom Trageriemen getragen werden.
Die Tragegurtöse ist fest am Korpus angebracht und dient zum Einhängen des Saxophongurts. Ihre Position beeinflusst, wie ausgewogen das Instrument am Körper hängt. Ist der Gurt richtig eingestellt, lässt sich das Mundstück ohne Anheben der Schultern oder starkes Beugen des Kopfes bequem zum Mund führen. Je nach Instrumentengewicht können unterschiedliche Gurtsysteme den Hals zusätzlich entlasten.
Je nach Modell besteht der Daumenhalter aus Metall oder Kunststoff und kann fest montiert oder verstellbar sein. Eine ergonomische Einstellung entlastet Hand, Daumen, Nacken und Schultern. Lockere Daumenhalter oder eine beschädigte Tragegurtöse sollten umgehend überprüft werden, da sie die sichere Handhabung des Instruments beeinträchtigen können.
FAQ: 5 spannende Fragen zum Saxophon-Aufbau
Warum hat ein Saxophon so viele Klappen?
Viele Tonlöcher liegen so weit auseinander, dass sie nicht direkt mit den Fingern erreicht werden können. Die Klappenmechanik verbindet deshalb verschiedene Klappen über Hebel, Achsen und Federn miteinander. So lassen sich auch weiter entfernte Tonlöcher bequem öffnen und schließen.
Wie wird ein Saxophon gestimmt?
Das Saxophon wird über die Position des Mundstücks auf dem Kork des S-Bogens gestimmt. Wird das Mundstück weiter aufgeschoben, verkürzt sich die schwingende Luftsäule und der Ton wird höher. Wird es etwas herausgezogen, wird der Ton tiefer. Für eine genaue Einstellung sollte ein Stimmgerät verwendet werden.
Sind alle Saxophone gleich aufgebaut?
Obwohl sich die verschiedenen Typen von Saxophonen in Größe und Stimmung unterscheiden, beruht ihre Vielseitigkeit auf einem nahezu identischen Aufbau und denselben grundlegenden Bestandteilen: sie besitzen ein Mundstück mit Blatt, einen S-Bogen oder eine entsprechende Verbindung, einen Korpus mit Tonlöchern, ein Klappensystem und einen Schallbecher. Je nach Saxophontyp, etwa Bariton-, Sopran-, Tenor- oder Alt-Saxophon, unterscheiden sich jedoch Größe, Form, Gewicht, Tonumfang und Anordnung einzelner Bauteile.
Wie entsteht der Ton beim Saxophon?
Der Ton entsteht, wenn der Luftstrom das am Mundstück befestigte Blatt in Schwingung versetzt. Diese Schwingungen übertragen sich auf die Luftsäule im Instrument. Durch das Öffnen und Schließen der Tonlöcher (über Klappen und Klappenpolster) verändert sich die Länge der schwingenden Luftsäule und damit die Tonhöhe bei diesem Holzblasinstrument.
Ist ein Saxophon mit all den Klappen und Mechaniken sehr schwer zu spielen?
Die Vielzahl an Klappen wirkt auf den ersten Blick kompliziert, die grundlegenden Griffe lassen sich jedoch meist gut erlernen. Viele Klappen sind über die Mechanik miteinander verbunden, sodass mehrere Tonlöcher mit nur einer Fingerbewegung gesteuert werden. Für Einsteiger wie auch fortgeschrittene Musiker sind vor allem eine saubere Atemführung, ein stabiler Ansatz und regelmäßiges Üben wichtig. Mit der Zeit werden die Griffabläufe zunehmend selbstverständlich.